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LACTAT TEST

Die Leistungsdiagnostik umfasst diagnostische Methoden, die Auskunft über den individuellen Gesundheitszustand sowie Belastbarkeit und Kondition geben. Diese Untersuchung ist vom Alter und von der Leistungsfähigkeit unabhängig sondern dienst als Diagnostik, um den Lebensstil darauf basierend zu optimieren und die Leistung schrittweise zu verbessern.  
Die leistungsdiagnostischen Methoden liefern die nötigen Daten für eine individuelle, personalisierte Trainingsplanung und ermöglicht als trainingsbegleitende Maßnahme im weiteren Verlauf eine optimale Kontrolle und Anpassung des Trainings. Sie hat damit eine wesentliche Funktion für die Entwicklung eines individuellen Trainingsplans.

Im Rahmen einer Leistungsdiagnostik besteht die Möglichkeit, die Atemgase (Spiroergometrie) und das Lactat zu bestimmen. Damit lassen sich genaue Rückschlüsse auf die Sauerstoffaufnahme ziehen, die maximale Sauerstoffaufnahme ermitteln und bewerten. Gemeinsam mit der Proteomis-Test und einer Stoffwechselanalyse lassen sich dann Aussagen über den Fettstoffwechsel- und Kohlenhydratstoffwechsel treffen.

DAS LACTAT

Wenn wir von Konditionierungsschmerzen hören, bedeutet dies normalerweise eine Azidose im Blut oder eben einen Anstieg der Lactatansammlung. Lactat ist ein Nebenprodukt, das von Sportwissenschaftlern oder Trainern gemessen wird, um Trainingseinheiten altersunabhängig zu bewerten. Lactat ist nicht die Ursache für Müdigkeit, sondern korreliert mit dem Leistungsabfall und macht es somit zu einem Biomarker für die Leistung.

Lactat ist ein normales Nebenprodukt im Körper und trägt bei intensiven Aktivitäten zum „Auftanken“ bei. Während des Trainings ist das unangenehme Brennen in den Muskeln nicht auf Lactat zurückzuführen, sondern wahrscheinlich auf die Wasserstoffionen, die aus dem Abfall des pH-Werts des Körpers resultieren. Der Konditionierungsschmerz hängt mit Lactat zusammen, aber die Ursache für das Unbehagen und die verbleibenden Restschmerzen sind eher minimale Schäden als Säuren im Blutkreislauf. Lactat war jahrelang ein missbrauchter Begriff und ein Sündenbock für Müdigkeit, anstatt als normaler Bestandteil biochemischer Reaktionen im Körper angesehen zu werden. Lactat ist kein Abfallprodukt – betrachten Sie es als Teil eines biochemischen Recyclingprozesses, um mit Müdigkeit fertig zu werden.

In den frühen 2000er Jahren veränderte der Denkprozess über Lactat es vom Feind zum Freund, da die Forschung darauf hinwies, dass ohne Lactat die Stoffwechselprozesse während der Konditionierung beeinträchtigt würden. Nachdem einige Trainer Lactat in einem neuen Licht gesehen hatten, begannen sie zu glauben, dass Lactat selbst entweder direkt anabol oder ein Biomarker war, der darauf hinwies, dass spezifische Anpassungen stattfanden. Dieser Paradigmenwechsel vom Feind zum Heiligen war ebenso problematisch, wie neue Mythen neue Verwirrung stiften.

Lactat ist ein wichtiger Biomarker, da eine Störung des pH-Werts im Blut ein mögliches Zeichen dafür ist, dass instrumentelle Arbeit für Sportler stattfindet. Ein Anstieg des Lactats im Blut könnte einen Anstieg der Endorphine und das Auftreten anderer physiologischer Reaktionen signalisieren und ist ein großartiger Arbeitspferd-Biomarker für Sportwissenschaftler und Trainer.

Was ist ein Lactattest?

Lactattests sind nicht nur für Ausdauersportarten und abgestufte Konditionstests geeignet, sondern auch für „jedermann“. Im Profi-Sport verwendet man Lactattests, um die Reaktionen auf Geschwindigkeits- und Kraftarbeit zu bestimmen, wie wiederholte oder absolute Sprints und Krafttrainingsreaktionen.

Bei der Lactattestung wird am Finger, am Ohrläppchen oder an anderen Körperteilen Blut von einer Lanzette entnommen. Lactattests gelten als Labortests, auch wenn sie für Feldtests praktisch und tragbar sind, einfach weil sie invasiv sind.

Viele Lactattests finden in Verbindung mit Gasaustauschtests statt, so dass gleichzeitig herkömmliche VO2-Bewertungen mit Bluttests durchgeführt werden.

Die Lactatreaktionen auf körperliche Anstrengung folgen einem ähnlichen Trend wie die Herzfrequenz. Daher werden bei uns in München Lactatreaktionen und Herzfrequenzüberwachung selbstverständlich gleichzeitig gemessen und ausgewertet.

Ein Blutlactattest ist ein zuverlässiger Leitfaden für ein sicheres und effektives Training für jedermann, um optimal zu trainieren oder einfach nur um die ideale Stoffwechselbalance her zu stellen. Es hilft, Unter- oder Übertraining zu vermeiden, was zu unnötiger Erschöpfung und damit Stress für Körper und Geist führen kann. Daher ist das Lactattetergebnis ein hervorragender Erfolgsindikator.

Für Sportler ist Lactat eine Kraftstoffquelle. Je mehr ein Athlet trainiert, desto höher ist seine Lactatschwelle. Je höher die Trainingsintensität ist, desto mehr produziert der Körper bei höheren Intensitäten Blutlactat. Dieser Beginn einer schnellen Blutlactatakkumulation ist als anaerobe Schwelle oder Lactatschwelle bekannt.

Lactatmessung?

Um die Lactatschwelle einer Person zu bestimmen, wird eine Reihe von Tests durchgeführt, bei der die Trainingsintensität schrittweise erhöht wird, z. B. auf einem Laufband, einem Fahrradergometer oder einem Rudergerät. Ein Anstieg des Lactats wird angezeigt, wenn der ein hohes Maß an Anstrengung also die anaerobe / Lactat-Schwelle erreicht ist.

Es ist das hohe Maß an Anstrengung und Bedarf an hoher Energie, das Lactat schneller produziert, als das Körpergewebe es entfernen kann. Folglich steigt die Lactatkonzentration im Blut. Bei solch hohen Konzentrationen an Blutlactat beginnt eine Person, Muskelschmerzen und sogar Krämpfe zu spüren. Sobald wir diese Schwelle kennen, können wir in München ihren ganz persönlichen Therapieplan entwickeln, um sicher zu stellen, dass unsere Patienten je nach individuellem und/oder medizinischem Ziel diese Schwelle berücksichtigen und damit einen idealen Trainingseffekt erzielen.

Die Messung des Blutlactats / Lactattest hilft uns in München also,

  • das für den Einzelnen vorteilhafteste Trainingsprogramm zu definieren
  • die für ein effektives Cardio-Training optimalen Belastungszonen zu bestimmen
  • und ein ineffizientes Training zu vermeiden

Bei uns am P7 Institut in München können Sie den Lactattest sowohl in unserem Leistungslabor als auch im freien Feld bei Ihrer bevorzugten Sportart gemeinsam mit einem unserer Sportwissenschaftler durchführen.

Zusammen mit einem adäquaten Bluttest und dem Ergebnis der Proteomis-Auswertung werden wir Ihnen dann ein perfektes Trainingsprogramm und einen Ernährungsvorschlag entwerfen. Diesen können Sie dann nach einigen Anleitungen entweder bei uns oder in Eigentherapie mit regelmässigen klinischen, labortechnischen und diagnostischen Kontrollen bei uns im P7 Institut in München durchführen.

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