Ortho Health Institut in München

Meniskus

Meniskus

Der Meniskus ist eine knorpelige Struktur im Kniegelenk, die zwischen dem Oberschenkel- und Schienbeinknochen sitzt. Er wirkt wie ein Stoßdämpfer und stabilisiert das Gelenk. Der Meniskus ermöglicht reibungslose Bewegungen und absorbiert Stöße, die beim Gehen oder Laufen auftreten.

Aufbau und Merkmale des Meniskus

Der Meniskus hat eine halbmondförmige Struktur und dient als Stoßdämpfer, der die Belastung gleichmäßig verteilt und die Stabilität des Gelenks unterstützt. Es gibt zwei Menisken im Knie: den Innenmeniskus (medialer Meniskus) und den Außenmeniskus (lateraler Meniskus). Die Unterschiede liegen in ihrer Form:

  • Der Innenmeniskus ist halbmondförmig und hat eine C-Form.
  • Der Außenmeniskus ist eher kreisförmig und hat eine O-Form.

Verletzungen oder Risse in einem der Menisken können zu Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen führen. Im Ortho Health Institut in München werden solche Meniskusprobleme durch gezielte Diagnoseverfahren und individuell angepasste Therapieoptionen behandelt.

Diagnose eines Meniskusrisses

Die Diagnose eines Meniskusrisses erfolgt in der Regel durch eine Kombination verschiedener diagnostischer Methoden. Zu den gängigen Ansätzen gehören:

1. Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt wird den Patienten nach den auftretenden Symptomen, der Vorgeschichte von Verletzungen oder Belastungen sowie nach der Art der Schmerzen befragen. Eine körperliche Untersuchung kann auch Hinweise auf einen möglichen Meniskusriss geben.

2. Bildgebende Verfahren

  • Ultraschalluntersuchung: Eine erste recht aussagefähige Diagnose ist die Ultraschalluntersuchung, bei der man Veränderungen und Stabilität des Meniskus prüfen kann.
  • MRT (Magnetresonanztomographie): Dieses bildgebende Verfahren ist besonders effektiv bei der Darstellung von Weichteilgewebe, einschließlich der Menisken. Ein MRT kann helfen, den Ort und den Schweregrad eines Meniskusrisses genau zu bestimmen.

Entstehung von Meniskusrissen an den Menisken

Zu Verletzungen an den Menisken kann es entweder durch

  • unkontrollierte Krafteinwirkungen im Rahmen eines Sport-Unfalls,
  • durch dauerhafte Überlastungen durch eine Knie-Fehlstellung oder Alltags-Anstrengung mit viel hockender / tief gebeugter Position,
  • eine chronische Kreuzbandinsuffizienz
  • durch Übergewicht und
  • altersbedingt bei abnehmender Durchblutung kommen.
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Prof. Dr. med. Schoettle

Prof. Schoettle gilt in München mit mehreren 1000 versorgten Meniskusverletzungen als hocherfahren. Er weiß genau, wann eine Meniskus-Operation vermieden werden kann und wann welche Methode zum Einsatz kommen sollte. Aufgrund seiner jahrelangen Expertise verfügt er auch über die notwendige Routine, um während eines operativen Eingriffes mit seinem Team die ideale Versorgung zu bestimmen. Es ist unser höchster Anspruch, Ihren Meniskus als „Bandscheibe“ des Kniegelenkes zu erhalten.

Konservative Therapie eines Meniskusrisses

Nicht jede Meniskusverletzung muss operativ versorgt werden. Gerade bei kleineren frischen Rissen ist es oftmals möglich, die Meniskus Behandlung durch eine Ruhigstellung, gezielte Physiotherapie und die Verwendung von Blutplasmaprodukten wie ACP oder PRP oder auch einer gezielten Zelltherapie durch zu führen. Dadurch kann eine Meniskus Op in vielen Fällen vermieden werden. Gute Indikationen für ein konservatives Vorgehen und das Vermeiden einer Meniskus Op sind frische Verletzungen und eine gute Durchblutungssituation.

Gerade bei älteren Patienten ist es oftmals so, dass eine Meniskusverletzung nach ca. 6 Wochen „verstummt“ und dann zwar noch im MRT zu sehen ist, aber keine Probleme mehr bereitet. In beiden letzten Fällen hilft die Verwendung von PRP, um die geschädigten Anteile wieder mit neuen Gefäßen zu versorgen und somit zu regenerieren.

Operative Therapie eines Meniskusrisses

TEILENTFERNUNG: Sollte eine Meniskus Behandlung mit konservativen Methoden nicht möglich sein, so muss in diesen Fällen eine Arthroskopie durchgeführt und der geschädigte Anteil entfernt werden. Nach einer kurzen Entlastungsphase von wenigen Tagen kann bald nach der Meniskus Op wieder normal belastet werden.

NAHT: Aufgrund der überaus wichtigen Funktion des Meniskus bezüglich der schützenden und stabilisierenden Eigenschaften im Kniegelenk sollte stets versucht werden, den Meniskus so weit wie möglich zu erhalten. Es sollte daher bei der Meniskus Operation bei frischen Rissen immer das Bestreben sein, eine Meniskus Naht durch zu führen. Der Heilungserfolg einer Naht hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Es spielen hier u.a. die Lokalisation des Risses, die Riss Form an sich und die Konsistenz des Meniskus eine entscheidende Rolle. Nach einer Meniskus Naht sollte das Knie für etwa 4-6 Wochen an Unterarmgehstützen entlastet und die Beweglichkeit in einer Knieschiene zur Sicherung der Einheilung verwendet werden

Nachbehandlung nach einer Meniskusverletzung

Bei einer Teilentfernung können Sie in den meisten Fällen nach knapp 2 Wochen einem normalen Alltag wieder nachgehen. Bei einer Meniskusnaht sollten Sie mindestens 4 Wochen lange Krücken verwenden und auch eine spezielle Schiene verwenden und die Nachbehandlung durch konsequente Physiotherapie verfolgen.

Je nach beruflichem Umfeld ist eine Wiederaufnahme der Tätigkeit zwischen 2 (sitzende Homeoffice-Tätigkeit) und 3 Monaten (körperlich anspruchsvolle Tätigkeit) wieder möglich. Die Sportfähigkeit ist bei einer Teilentfernung schmerzabhängig und je nach Muskelzustand schnell wieder erreichbar, während nach einer Naht gerade für Risikosportarten eine reine Aufbauzeit von bis zu 6 Monaten nötig sein kann.